#Agencylove

| von Daniel Impertro, achtung!

Je fetter die Cases, desto fetter das Selbstmitleid, so scheint es. „Work“ ist nicht das Pendant zu „Life“, beides geht fließend ineinander über. Ja. Und? Tatsache ist, dass eine Agentur mir die Möglichkeiten bietet, die ich sonst nur schwer woanders finden würde: immer neue Herausforderungen, unglaublich viele Skills, die man in kürzester Zeit erwirbt, eine spannende Branche, ein Umfeld für Kreativität. #Agencylife ist nicht perfekt, ja. Aber bist du es? Der sehr subjektive, aber ehrliche Versuch eines Plädoyers für ein bisschen mehr #Agencylove.

Problematic Advertising
In einer Agentur zu arbeiten, bedeutet, gegen Probleme zu arbeiten. Bei jedem neuen Projekt, jeder neuen Idee, an jedem neuen Tag passiert irgendetwas Unvorhergesehenes. Agenturen bieten einen verrückten Grad an Abwechslung. Abwechslung bei Kunden, Themen, Aufgaben, Fragestellungen und Charakteren. Klar ist das manchmal anstrengend. Aber es verhindert, dass wir uns wiederholen oder sogar stehenbleiben. Probleme zu lösen, macht Spaß. Daher: #Agencylove. 

We call it Polyclientamie
Wer für diverse Unternehmen und Brands aus verschiedenen Branchen arbeitet, hat auch ein breites Skillset. Bei einer Agentur wie achtung! bedeutet das, sich in verschiedenen Branchen zu tummeln, ein breites Portfolio und Netzwerk aufzubauen. Und das innerhalb kürzester Zeit. In den verschiedenen Branchen- und Spezialisten-Teams tauchst du mal für ein Projekt von nur acht Wochen Dauer in ein Thema ein. Mal betreust und begleitest du einen Kunden über Jahre. Allein in den letzten Monaten haben wir im Lifestyle-Team für eBay beispielsweise ein Nachhaltigkeitsprojekt umgesetzt, den Deutschland-Start des US-Fit-Tech-Unternehmens Peloton vorbereitet und Nico Rosberg beim Launch des ersten Greentech Festivals beraten. Drei völlig unterschiedliche Herausforderungen mit vielen neuen Learnings, die wir bei den nächsten Projekten miteinander verknüpfen können. Eine Vielseitigkeit, die mir nur #Agencylove bietet.

Wir hassen Silos, aber lieben unsere Blase
Wer richtig in die Agenturwelt eintauchen will, der kann das tun und einen tiefen Köpper in Agentur-Partys, Netzwerkevents, Award-Shows und Branchen-Breakfasts machen. Wer in einer Agenturstadt wie Hamburg lebt und allen Einladungen folgt, die täglich in die Inbox flattern, braucht zu Hause keinen Kühlschrank mehr. Kaum eine Branche feiert sich so sehr selbst wie unsere – work hard, play hard. Aber wer will schon jeden Tag die „Business Punk“ lesen? Wir leben nicht in Silos, aber in einer Blase. Wir schaffen nichts Neues, wenn wir uns den ganzen Tag nur mit uns selbst beschäftigen. Darum ist es so gut, dass eine Agentur wie achtung! immer wieder mit verschiedenen Partnern zusammenarbeitet und sich so intensiv mit neuen Technologien beschäftigt. #Agencylove ist cool, aber nur, wenn man auch mal fremdflirtet.

Der Aw(kw)ard-Faktor
Agenturen haben im Wesentlichen zwei Zielgruppen: potenzielle Kunden und potenzielle Mitarbeiter. Für beide finden viele Agenturen häufig nur zwei Lösungsansätze: Spaß für die Mitarbeiter und Awards für Aufmerksamkeit beim Kunden. Das Office in Agenturen sieht daher meistens aus wie das Instagram von WeWork, Partys sind ein nicht unwesentlicher Teil des Employer Brandings, Casefilme die Badezimmerspiegel-Selfies. Zu viel Kultur bremst. Zu viel Award-Getue auch. Talents wollen geiles Zeug machen. Und damit meine ich nicht die Schublade mit generischen „Goldideen“. Der Casefilm ist zweitranging. Es geht um Purpose. Denn der ist mindestens genauso wichtig. Ein kleiner Kratzer am #Agencylove. 

Weniger Hierarchie und Ego
Bei unserem Jahres-Kick-off 2019 sprach Antje Neubauer, kurz nachdem sie verkündete, ihre Position als Leiterin PR & Marketing bei der Deutschen Bahn abgeben zu wollen, unter anderem darüber, was sie am meisten an achtung! beeindrucke. Sie sagte, wir vermittelten den Eindruck, dass wir uns wirklich mögen. Das unterschreibe ich! Teamgeist – obwohl ein kitschiges Wort – ist wahrscheinlich der einzige Faktor, der wirklich zählt.

 Agenturen bieten weniger Silodenke, weniger Politik, weniger persönliche Egos. Gott sei Dank! Denn Agenturen müssen immer neu sein, immer Neues tun. Egoisten und Leute, die sich hinter Titeln verstecken, verhindern das. In meinem Team bei achtung! entsteht und organisiert sich vieles aus dem Team heraus. Das erhöht die Verantwortung für jeden von uns, führt aber auch zu einem hohen Commitment und einem großartigen Zusammenhalt. Vor allem gegenüber großen Organisationen ist dieser Zusammenhalt wahrscheinlich der wichtigste Grund für meine ganz persönliche #Agencylove.

Daniel Imperto ist Account Manager bei der Agentur achtung!

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