Sei der Wind, statt die Fahne

| von Thomas Dannecker, Beaufort 8

Eine Agentur zu leiten hält mich mental in Bewegung und lässt mich dabei etwas bewegen. Deshalb erfüllt mich das, was ich tue.

Raus aus der Komfortzone

Umdenken und flexibel bleiben sind bei der täglichen Arbeit in einer Agentur die großen Stichwörter. Hier bin ich täglich aufs Neue zum Umdenken ermutigt. Man darf durchaus hinterfragen „Wie haben wir es bisher gemacht?“ und sich dann trauen, es einfach mal anders zu machen. Dadurch erhält man die Möglichkeit sich auszuprobieren, seine Methoden zu ändern und vor allem auch daran zu wachsen. Ist das nicht ungemein wertvoll?

Ein Job, der einem den Raum lässt, die eigenen Betrachtungsweisen in Frage zu stellen – so lässt sich die mentale Flexibilität nachhaltig schulen.

Von großem Vorteil ist dabei ein bunt gemischtes Team voller dynamischer Talente. Denn das Zusammenkommen von erfahrenen Mitarbeitern und jungen Leuten, die neue, frische Gedanken mit einbringen, fördert den Austausch.

Intern etwas bewegen

Zu den kleinen und großen Freuden meines Arbeitsalltags gehört es in einem kreativen Umfeld talentierte Menschen zusammenzubringen, ein starkes Team zu orchestrieren und andere groß werden zu lassen.

Innerhalb des Teams versuche ich daher gerne mal Gewohnheiten und althergebrachte Denkweisen zu hinterfragen und Mitarbeiter zum aktiven Wahrnehmen zu bewegen. Oder wie wir das bei uns nennen, zu einer „B8samen“ Wahrnehmung zu ermuntern.  Hierzu haben wir dieses Jahr Aktionen initiiert, um Mitarbeiter zu inspirieren, ihre bisherigen Gewohnheiten zu überdenken. Beispielsweise wurde unser Treppenhaus vom Erdgeschoss bis ganz oben hin zu unseren Büros mit einer Bildergalerie von Pionieren und anspornenden Texten versehen. Das wirkt motivierend und lädt zum täglichen Treppensteigen – statt dem Aufzugfahren – ein.

Außerdem haben wir so genannte „Handy-Spa‘s“ bereitgestellt. Diese erlauben einem den Tag über ein paar Stunden „Smartphone-Detox“.

In einer Agentur kann man auch solche Einfälle schnell umsetzen. Denn dort bleibt man nicht wie bei den „Großen“ der Industrie in einengenden Sachzwängen wie Entscheidungsgremien, Sitzungen oder straffen Auflagen verstrickt. Die Entscheidungswege sind sehr kurz, daher dauert es in unserer Branche zum Glück nicht so lange, bis man etwas bewegen und nach vorne bringen kann. 

Bewegung in den Markt bringen 

Mich reizt dieses Berufsumfeld in dem nicht nur meine Neugier gegenüber Neuem gefördert wird. Im Agenturalltag ist sogar Pioniergeist erwünscht. Sich dabei mit Achtsamkeit stets neu zu justieren für die ebenso immerwährenden Veränderungen der Branche, gehört zu den täglichen Aufgaben. Mein Credo lautet diesbezüglich nicht nur auf den Markt zu reagieren, sondern den Anpassungs- und Veränderungsprozess selbst mitzugestalten. Ihn anzutreiben und mit zu definieren. Statt der Fahne, der Wind selbst zu sein. Indem ich mit einer modernen Agentur in die Selbständigkeit zog, bot sich mir die Möglichkeit, dieser eigenen Philosophie täglich aufs Neue Ausdruck zu verleihen.

Vor meiner Position als leitender Geschäftsführer arbeitete ich bei einem Unternehmen als Werbeleiter und war dadurch thematisch stets an ein und dasselbe Geschäftsfeld gebunden. Die Farbigkeit unserer Branche erlaubt es mir jetzt hingegen mich mit Themen zu beschäftigen, die nicht nur aus meinem Fachbereich stammen. Seit nunmehr 25 Jahren darf ich nun stets in neue Welten eintauchen. Ein breites Spektrum an Kunden und ihren Produkten, macht‘s möglich. Lebenslanges Lernen ist mir ein wichtiges Anliegen, daher empfinde ich das als große Bereicherung. So bleibe ich geistig stets in Bewegung.

Thomas Dannecke ist geschäftsführender Gesellschafter der Agentu Beaufort 8 in Stuttgart.

 

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