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Neben der Überlassungshöchstdauer und dem Equal Pay bringt die AÜG-Reform noch weitere Änderungen mit sich - das Wichtigste im Überblick:

  • Kennzeichnungspflicht im Arbeitsvertrag: Zeitarbeit ist künftig im Überlassungsvertrag als Arbeitnehmerüberlassung zu bezeichnen.
  • Festhaltenserklärung: Eine Verletzung dieser Kennzeichenpflicht stellt eine verdeckte Arbeitnehmerüberlassung dar. Der Leiharbeitnehmer hat die Möglichkeit, das Festhalten am Arbeitsverhältnis mit dem Verleiher zu erklären und damit das Zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses zum vermeintlichen Entleiher zu verhindern. Diese sogenannte Festhaltenserklärung muss innerhalb eines Monats und unter Beachtung weiterer Formalien erfolgen.
  • Betriebsratsinformation: Der Betriebsrat muss zukünftig über Umfang, Örtlichkeit und Arbeitsaufgaben der Leiharbeit informiert werden.
  • Größe des Betriebsrates, Aufsichtsratsmitglieder: Leiharbeitnehmer werden jetzt bei der Berechnung der Betriebsratsgröße sowie bei der Unternehmensmitbestimmung ab einer Beschäftigungszeit von 6 Monaten miteingerechnet. 

Tipp: Die Änderungen des AÜG erfordern für Zeitarbeitsfirmen und Einsatzfirmen umfangreiche Vertragsänderungen. Lassen Sie Ihre Arbeitsverträge sowie Arbeitnehmerüberlassungsverträge zeitnah fachlich überprüfen und anpassen.

Martin Bonelli

Martin Bonelli

Tel.:069 - 256008 - 16
E-Mail:martin.bonelli@gwa.de
Position:Rechtsanwalt (Syndikusrechtsanwalt)