<strong>Anke Drewicke</strong>

Anke Drewicke

Leiterin Marketing und Mobile

Interview mit Anke Drewicke

GWA KI Whitepaper 2026 – Die Interviews

Welche Marketingaufgaben werden durch KI aus Unternehmenssicht realistischer inhouse abbildbar?

Bei congstar machen wir mit KI aus Datenrauschen echte Insights: Quellen zusammenziehen, Muster erkennen, Entscheidungsvorlagen liefern. Aktuell setzen wir ein Agentic Framework auf, das im Lower Funnel die Produktion übernimmt: Varianten erstellt, nach vorgegebenen KPIs optimiert und skaliert.

Wo liegen aus deiner Sicht die Grenzen von Inhousing (fachlich, organisatorisch, kreativ oder technologisch)?

Die Grenze ist Organisation: Angst vor Kontrolle statt klare Ownership. Und wir verzetteln uns in „Exzellenz überall“: Entscheidend sind Tempo und Kanal-Expertise – vor allem in Social.

Bedeutet mehr Inhousing automatisch weniger Agenturbedarf, oder verändert sich vor allem die Art der Zusammenarbeit?

Ich brauche weniger Agentur für Adaption – aber mehr für echte Kreation. In KI-Zeiten zählt der menschliche Unterschied: Idee, Haltung, Relevanz. Beispiel: eine Kampagnenidee mit starker Leitidee (Film/Key Visual/Claim) – plus Tonalität und Craft, die KI allein nicht liefert.

Was müssen Agenturen künftig leisten, damit sie trotz stärkerer interner Kompetenzen relevant bleiben?

Agenturen bleiben relevant, wenn sie nicht KI verkaufen, sondern Ergebnisse. Ich will Kreativ-Agenturen, die humanes Denken mit agentischer Power koppeln – und damit Reichweite, Speed und Qualität hochziehen. Keine KI-Showcases: klare Strategie, sauberes Setup, messbarer Impact.

Woran misst du echten Agenturmehrwert (wenn Unternehmen operative Aufgaben zunehmend selbst übernehmen können)?

Ich messe Agenturmehrwert daran, ob sie Komplexität killt: Setup, Prozesse, Infrastruktur – gesamthaft gedacht. Nicht mehr Deliverables – sondern ein System, das Output zuverlässig produziert. Wenn ich intern skaliere, muss die Agentur extern Hebel liefern: Speed, Qualität, messbarer Impact.