Imran Ayata (Geschäftsführer bei Ballhaus West) ist seit November 2019 für das Ressort ‘Politische Kommunikation’ im GWA-Vorstand. Wir haben mit ihm über sein Engagement gesprochen.

1) Lieber Imran, Du wurdest im November als GWA-Vorstand für “Politische Kommunikation” wiedergewählt. Warum engagierst Du Dich gerade dafür?

Ohne Politik ist alles Nichts. Und ohne politische Kommunikation ist keine Politik. Dass im GWA dieses Themenfeld seit vielen Jahren eine wichtige Rolle spielt, ist daher vor allem eins: folgerichtig. Gemeinsam mit engagierten Kolleginnen und Kollegen im Verband  wollen wir weiterhin Akzente setzen und mit Stakeholdern im Dialog bleiben. Das ist spannend und wichtig zugleich.

2) Welche Themen und Inhalte stehen in diesem Bereich in den kommenden zwei Jahren auf der Agenda des GWA?

Wir werden verschiedene Themen auf unterschiedlichen Ebenen behandeln. Zum einen sind das Vorhaben der EU und der Bundesregierung, die unmittelbar einen Einfluss auf die Arbeit von Agenturen und Werbetreibenden haben. Hier werden wir unsere Anliegen und Interessen wahrnehmbar kommunizieren. Daneben greifen wir gesellschaftliche Themen wie zum Beispiel Transformation auf und stellen hierbei die Rolle von politischer Kommunikation heraus. Und selbstverständlich sind die Leitthemen des Präsidiums in den nächsten zwei Jahren – Talente und Technologie – auch für unser Ressort “Politische Kommunikation” wichtig.

3) Du beschäftigst Dich auch intensiv mit Migration und Integration. Die Agenturbranche ist bisher wenig international. Warum? Könnten Agenturen das Potenzial von Fachkräften aus dem Ausland und von Mitarbeiter*innen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen intensiver nutzen?

Dafür gibt es sehr viele gesellschaftliche Gründe. Die Agenturbranche ist immer auch ein Abbild gesellschaftlicher Verhältnisse. Damit will ich aber nicht von Gründen ablenken, die in der Agenturbranche selbst existieren. Insgesamt ist das jedenfalls ein viel zu wenig diskutiertes Thema. Die Frage nach der Internationalisierung der Agenturbranche, beispielsweise durch die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland, stellt sich für mich nicht. Das wird ohnehin kommen. Die demographische Entwicklung und die Globalisierung schreiben ihre eigenen Gesetze. Dem kann sich auch Deutschland nicht entziehen.

Vielen Dank für das Gespräch!